Landratsamt Dachau

Vogelgrippe

Die Vogelgrippe (oder Geflügelpest, aviäre Influenza) wurde in den letzten Jahren immer wieder in ganz Deutschland festgestellt, außerdem in anderen europäischen Ländern. Zur Zeit herrscht u.a. in Deutschland die hochpathogene Aviäre Influenza des Subtyps H5N8 (Stand: November 2016), die bei einem Ausbruch zur Tötung der betroffenen Bestände führt. Ab 21.11.2016 trat die Verordnung über besondere Schutzmaßregeln in kleinen Geflügelhaltungen in Kraft. Die Verordnung ist unten hinterlegt.

Besonders gefährdet für das Virus sind Hühnervögel, Gänsevögel, Möwenartige, Greifvögel, Lappentaucherartige, Schreitvögel und Regenpfeiferartige. Verendet aufgefundene Tiere dieser Gattungen müssen dem Veterinäramt Dachau (08131/74-1446) oder der Polizeiinspektion Dachau (08131/561-0) auf jeden Fall gemeldet werden. 

Enten und Gänse dürfen auf einem Geflügelmarkt nur ausgestellt werden, soweit längstens 7 Tage vor der jeweiligen Veranstaltung Proben von 60 Tieren des jeweiligen Bestandes virologisch mit negativem Ergebnis  auf hochpathogenes Influenzavirus untersucht worden sind. Werden weniger als 60 Tiere gehalten, sind alle Tiere zu untersuchen. Dies gilt nicht, wenn die Enten und Gänse zusammen mit Hühnern oder Puten gehalten werden, die dazu dienen, die Einschleppung oder Verschleppung der Geflügelpest frühzeitig zu erkennen und dies dem zuständigen Veterinäramt angezeigt wurde. In diesem Fall müssen die folgende Anzahl von Hühnern oder Puten gehalten werden:

Anzahl der gehaltenen Enten und Gänse je BestandAnzahl der zu haltenden Hühner oder Puten
weniger als 10mind. 1, höchstens jedoch dieselbe Anzahl wie gehaltene Enten und Gänse
10 - 10010 - 50
101 - 1.00020 - 60
mehr als 1.00030 - 70
Bei einem Ausbruch der Geflügelpest müssen ein Sperrbezirk (mindestens 3 km Radius um den betroffenen Bestand oder den Fundort eines positiven Wildvogels) und ein Beobachtungsgebiet (Mindest-Radius 10 km) eingerichtet werden. Im Sperrbezirk und im Beobachtungsgebiet müssen Katzen im Haus gehalten werden. Es wird deshalb empfohlen, Hauskatzen bereits an jetzt an die Haltung in geschlossenen Räumen zu gewöhnen. Hunde dürfen nach einem Ausbruch nur noch angeleint im Sperrbezirk ausgeführt werden. Im Beobachtungsgebiet dürfen sie frei laufen unter der Bedingung, dass diese stets in der Einwirkungsgewalt des Hundehalters sind und von Bereichen ferngehalten werden, in denen sich vermehrt Wassergeflügel aufhält.

Darüber hinaus dürfen in einem Sperrbezirk Geflügelställe nur noch von betriebseigene Personen betreten werden, der Betriebsbesitzer muss Desinfektionswannen vor den Ein- und Ausgängen der Ställe auslegen und durch das Veterinäramt Dachau sind regelmäßig und dokumentierte Untersuchungen aller gewerblichen Geflügelhaltungsbetriebe durchzuführen. 

Bei früheren Ausbrüchen der Vogelgrippe wurde festgestellt, dass die meisten Tierbesitzer ihre Tiere nicht beim Veterinäramt angezeigt hatten. Es wird darauf hingewiesen, dass nur für gemeldete und in der Tiereuchenkasse versicherte Tiere im Falle der Vogelgrippe Entschädigung gezahlt wird. Die Haltung von Geflügel ist nach § 26 Abs. 1 Satz 1 der Viehverkehrsverordnung anzeigepflichtig beim Veterinäramt. Zudem ist sie registrierungspflichtig, d.h. für die Haltung ist beim zuständigen Amt für Landwirtschaft und Forsten eine Betriebsnummer zu beantragen. Dies gilt auch für eine Hobbyhaltung von Geflügel.

Von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Geflügelpest/Vogelgrippe vergehen je nach Virus-Typ wenige Stunden bis Tage. Die Erkrankung mit offensichtlichen Anzeichen dauert in einer Herde etwa eine Woche, allerdings kann das Virus von überlebenden Tieren bis zu 30 Tage ausgeschieden werden. Symptome bei Geflügel sind Apathie, stumpfes, gesträubtes Federkleid, hohes Fieber, Verweigerung von Futter und Wasser. Manche Tiere zeigen Atemnot oder Niesen und haben Ausfluss aus Augen und Schnabel. Es kommt zu wässrig-schleimigem grünlichen Durchfall, abnorme Kopfhaltung, Blutstauungen oder Unterhautblutungen mit blauroter Verfärbung an Kopfanhängen und Füßen und Aussetzung der Legeleistung oder dünne, verformte Eier. Die Sterberate bei Hühnern und Puten ist sehr hoch. Dagegen erkrankten Enten und Gänsen nicht so schwer und die Krankheit führt nicht immer zum Tod. Manchmal leiden die Tiere nur an einer Darminfektion, die äußerlich fast unauffällig verläuft, und zentralnervöse Störungen (abnorme Kopfhaltung). Nach Auskunft des Friedrich-Loeffler-Institutes gab es bisher weltweit noch keine einzige Übertragung von H5N8 auf einen Menschen.

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